Bestandsaufnahme

Eine weiße Seite. Ein Neuanfang.
Auferstanden aus Ruinen.

Seit ein paar Tagen denke ich wieder mehr an dich, und an dich, und an mich.
Life is getting good again. Or is it?

Du bist ein Phantom in der Stadt, wie ein Gespenst.

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Vor 5 Jahren

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21. Mai

Der Hunger überkam mich früher als erwartet. Kaum aus der Berufsschule stand ich erwartungsvoll vorm weit aufgerissenen Kühlschrank. Es machte mehr Sinn direkt zu Jochen in die Stadt zu fahren und zu kochen.

Bei Sonne und großartiger Musik brabbelten wir beide von unseren vergangenen Tagen, überlegten uns Pläne für den Sommer und kochten Spagh-Bollo.
Glücklich und satt saßen wir auf der Couch und konnten uns jeweils in unseren breit grinsenden Gesichtern spiegeln.
Nach eins, zwei Bier, einem Fruchtstrudel in Vanillesoße und allgemeinen telefonischen Absprachen peilte man zusammen mit den Anderen Richtung Campus-Fest.
Während Manchester – Chelsea besiegte hatte der Nachmittag seine Spuren hinterlassen und so schwebte ich mehr als das ich ging. Von Bekannten zu Bekannten, von Bierstand zu Cocktailbar, von gratis Rum zu Feuerwerk.

Es kühlte schnell ab. Ich konnte es nicht mehr nach Hause schaffen. Die Kälte hatte mich spätestens in Höntrop paralysiert, also machte ich mich auf Nickels Laminat lang und fand am Rausch vorbei, in den Schlaf.

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Die Schönheit

Siehst du? Die Lichter der Stadt verglimmen im Morgenrot.
In den Häuserschluchten, die Sonne sich erhebt
Und die letzten Kämpfer der Nacht wiederbelebt.

Ich halte dich fest, fasse dich sanft.
Die ganze Nacht hab ich um dich gebangt
Und endlich, bei Sonnenaufgang hältst du meine Hand.

Auf dem Band aus Asphalt kriecht der Bus entlang.
Aus der Nacht, in der ich dich zum ersten Mal traf
Erwachen Stadt und Menschen langsam aus ihrem Schlaf.

Die Sonnenstrahlen blenden jeden Flecken.
Meine müde Hand, die mir die Augen zuhält
Trotzdem sehe ich abwechselnd deine Schönheit und die der Welt.

Der Bus hält bei gleißendem Licht.
Nicht mehr viele Schritte, die wir gehen müssen
Glücklich denk’ ich, bald darf ich dich endlich küssen.

Du schließt auf, ich schlüpf’ aus meinen Schuhen.
Manche müssen jetzt zur Arbeit gehen
Aber ich darf neben dir liegen und dich einfach nur ansehen.
Wir liegen zusammen und träumen von der Sonne am Meer
Unsere Hände derweil, gehen wandern und sehen noch mehr.
Die Sonne macht sich für den Tag bereit
Für sie ein weiterer Tag, für mich der Erste mit deiner Schönheit.