Weg gewesen

Dieser Beitrag ist das, was mir in den letzten 6 Wochen so durch den Kopf schoß. Relativ ungefiltert.
Für die, die es noch nicht wissen, ich war WWOOFen in Frankreich. Vorher sind mehr als verrückte Sachen passiert. Dort auch, aber anders.

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Ich bin gestern neun Stunden am Stück mit dem Auto gefahren. Alleine. Das hab ich noch nicht so ganz verarbeitet.
Jetzt sitze ich in Flaceleyre, einem Ort, den es je nach Karte mal gibt, oder auch nicht. Und der weder Straßennamen, noch Straßen, geschweige denn Hausnummern hat. Das hab ich auch noch nicht ganz verarbeitet. Der riesige Stein der sich auf den letzten Kilometern gebildet hat, weil ich absolut keine Ahnung hatte, wie ich den Hof mitten in der Nacht ohne eben Straße oder Hausnummer finden sollte, zerbröselt.
Heute von Hand eine handvoll Quadratmeter Kartoffeln von Kartoffelkäfer, seinen Larven und seinen Eiern zu befreien. Hab ich noch nicht verarbeitet. Annähernd den Lifestyle der Leute hier. Noch nicht verabeitet. Plumsklo, Essen und Gastfreundschaft. Nicht verarbeitet. Willis Tod. Nicht verarbeitet.

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Zu Hause
Zimmer
Wecker
Handarbeit
Handarbeit

Ich denke an zu Hause. Bin gerade eins, zwei Tage hier und denke an zu Hause und vermiss mal wieder alle. Es ist wieder die Phase, aber anders als beim letzten Mal. Besser! Ich freu mich, wenn Sie in gut zwei Wochen genau hier auf der Matte steht.
Life’s getting good again!

Ich glaub, ich geh mal duschen.

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Man muss auch mal loslassen können – Teil 2

go

Tag 11: kurze Hose

Tag 20: I love it, when a plan comes together

Tag 21: der neue Soundtrack war in der Post

Tag 27: Scheiße is das!

Tag 28: zurück im 389er

Tag 30: es tut mir leid

Die WG ist gekündigt, die Kisten gepackt. Wir trinken viele letzte Biere. Und dann zieh ich wieder bei meinen Eltern ein. Ich sage in den vergangenen Tagen oft: „Mein Zeug stell ich bei meinen Eltern unter.“ Aber plötzlich stehen alle Möbel wieder vernünftig. Die Schränke werden der Übersicht halber wieder bestückt und meine Mutter steht wieder in der Tür und fragt, ob ich was zu essen möchte.
Dinge, die ich in den vergangenen Tagen auch oft sage: „Ne, da bin ich nicht da.“ und „Bis die Tage!“
Das fühlt sich alles ziemlich trippy an. Wenn ich mit der alten Buslinie durch meine Kindheit und Jugend tucker. Wenn ich statt drei Minuten, dreißig nach Hause fahre.
Also trinke ich noch ein paar mehr von diesen letzten Bieren mit Freunden, packe meine Sachen und bin raus, mein Kind.

Die erste Etappe führt nach Berlin, wo Sie gerade wohnt, Theater macht, schreibt und bald nen Fashionblog hat.
Es ist schön warm hier und die ganze Stadt ist schon deutlich sympathischer als noch im Winter.

Achselhaare schmücken im Sommer die Wiese
Achselhaare schmücken im Sommer die Wiese

Streetart in Friedrichshain
Streetart in Friedrichshain

Und in der nächsten Folge:
Wandern auf dem Rothaarsteig

Man muss auch mal loslassen können – Teil 1

go

Ich habe meinen Job hingeschmießen. Einfach so. Ohne Plan für die Zukunft. Bisschen reisen oder so. Die weite Welt sehen. Frei sein. Man muss auch mal loslassen können.

Ein wenig stelle ich mich dem letzten großen Abenteuer. Arbeitslosigkeit.

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Tag 1: Tausche WG-Pfand gegen ein neues HDMI-Kabel.

Tag 2: Kater und „Darwins neue Welt“ in fünf Teilen auf ZDFinfo

Tag 3: Musik sotieren ist auch Arbeit

Tag 4: Freue mich über Mails wie diese: „Dann können wir wein oder so trinken. auch schon mittags“