>>Ich kam alleine hier her um zu vergessen<<

Um halb sieben geht oben an der Himmelstreppe in Wattenscheid langsam die Sonne blutrot unter. Da würd ich jetzt gerne sein. Mein Fahrrad liegt die Treppe runter am Hang aus dreckigem Stein. Sowieso ist die Himmelstreppe eine ausgesprochen dreckige Angelegenheit. Die paar dicken Steine die beschmiert in den Himmel ragen.
Beschmiert, das hat mein Mathelehrer immer gesagt, denk ich.
Die paar Wattenscheider Kids, die hier oben überm Lohrheidestadion gemütlich ein durchziehen können, bevors wieder bergab geht, nach Hause.
Ich versuch mich der Gedanken loszusagen da oben. Ich will jetzt Sommer und sitze oben auf der letzten Stufe der Treppe die weit über dem leeren Stadion zum Vergessen einläd.
Im Sommer bin ich gar nicht alleine, da sind die Anderen da, mit Bier und Landmann-Grill und ich brauch nicht an Scheiße denken, die mich doch eigentlich gar nicht interessiert.
Und deswegen, oben auf der Halde, denk ich daran was mich eigentlich wirklich interessiert, wenn das alles vorbei ist. Im Sommer. Weiß ich aber auch nicht. Es ist auf jedenfall vorbei. Alles.

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Ein Gedanke zu “>>Ich kam alleine hier her um zu vergessen<<

  1. darf ich mit dir da oben sitzen und über nichts nachdenken? in träger Langeweile und nervenden Gedankenspielen mit dir verbunden.

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